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Die Last mit der Lust Teil 14

Und dann wurde es still. Tom sagte nichts mehr und er wartete darauf, dass am anderen Ende etwas zu hören war. Aber es kam nichts. „Bist du noch dran?“, fragte Tom. „Ja, bin ich“, sagte die weibliche Stimme. Und dann fuhr Tom fort: „Also, wir haben uns vor einigen Tagen schon einmal gesehen…“ Und gerade als Tom ausholen wollte, fuhr ihm Black Scorpion ins Wort: „Oh mein Gott, du bist der Pizzabote, den ich letztens im Hausflur flachgelegt habe!“ „Nein“, entfuhr es Tom aufgeregt. „Warte mal, du legst irgendwelche Pizzaboten im Hausflur flach?“, wollte Tom ganz entgeisterte wissen. Black Scorpion lachte: „Natürlich nicht! Aber ich musst doch irgendwie diese angespannte Stimmung ein wenig auflockern.“ Tom fiel ein Stein vom Herzen. Jetzt fiel es ihm doch ein wenig leichter, das zu sagen, was er eigentlich wollte. „Dann bin ich ja beruhigt. Aber ich wollte eigentlich sagen, dass wir uns vor einigen Tagen in der Agentur „Price & Partner“ über den Weg gelaufen sind.“ „Aha“, bekam Tom als Antwort. Und genau diese Antwort verunsicherte Tom. Aber er war mutig genug, um sich der Herausforderung zu stellen und so fuhr er fort: „Also ich bin der Typ, in dessen Präsentation du geplatzt bist und der dich dann auf einen Kaffee einladen wollte.“ Tom fiel ein großer Stein von seinem Herzen und ihm war aber nicht einmal so richtig klar, warum. Doch nun musste Tom ja noch die Antwort von Black Scorpion abwarten. Und wieder war es eine lange Zeit ruhig. Tom wurde innerlich schon ein wenig unruhig und gerade als er kurz davor war, etwas zu sagen, kam: „Nein, wirklich?! Das hätte ich ja nun wirklich nicht gedacht.“ Dieser Ton kam Tom aber wirklich ein wenig eigenartig vor und wartete er einfach mal ab, was da noch kommt. Und es kam noch eine Menge. „Ich wusste schon wer du bist, als ich deine Mail gelesen hatte. Das Profil deines Gesichtes ist einfach nicht zu vergessen und vor allem auch nicht zu verstecken. Ich habe nur darauf gewartet, dass du die Bombe endlich platzen lässt.“ Tom wusste gar nicht, was er sagen sollte und vor allem wusste er auch nicht, warum er solche Angst hatte. „Du bist also nicht sauer?“, wollte er wissen. „Nein, wieso sollte ich?“, wollte Black Scorpion wissen. „Ich dachte einfach, weil du mir in der Agentur gesagt hast, dass du Berufliches nicht mit dem Privaten verbindest?“ Tom war sich nicht sicher, was er für eine Antwort nun erhoffte. „Aber jetzt verbinden wir ja nicht mehr Berufliches mit dem Privaten. Denn wir haben uns ja nun außerhalb der Agentur unterhalten. Und von meiner Seite aus, verlief das Gespräch doch wirklich vielversprechend. Ich hätte auch Lust auf eine Wiederholung. Du etwa nicht?“

Tom war völlig perplex. Mit einer solchen Antwort hätte er im Leben nicht gerechnet. Doch natürlich wollte er nun auch schnell antworten:

„Doch, doch. Natürlich möchte ich eine Wiederholung von unserem Telefonat. Oder besser gesagt noch eine Zweitauflage. Ich bin übrigens Tom.“

„ Schön, dann hätte wir ja nun alles geklärt. Ich bin Amy und mein Bauch hat übrigens immer noch Hunger! Also, ich denke, wir werden unsere Unterhaltung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben müssen.“

Amy klang auch schon ein wenig hungrig.

„Ja, klar. Hab ich ganz vergessen. Mach dir auf jeden Fall erstmal was zu essen und dann können wir ja später noch einmal telefonieren. Ich ruf dann nochmal durch, wenn das für dich okay ist?“

„Sehr gerne. Bis später dann.“

„Ja, bis später“.

Und mit diesen Worten war das schöne und vor allem auch sehr erkenntnisbringende Telefonat zu Ende. Und Tom wusste nicht wirklich wohin mit seinen ganzen Gefühlen und neuen Eindrücken. Deshalb gönnte er sich erst einmal ein Bier und setzte sich auf seinen kleinen Balkon, der einen umwerfenden Blick über die Stadt bot.

 

Fortsetzung folgt….

 

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